Die Ernährung und der Umgang mit Lebensmitteln haben immensen Einfluss auf die Umwelt sowie die eigene Gesundheit. Das Oberziel einer nachhaltigen Ernährung ist, dass alle Menschen der Zugang zu gesunden und sicheren Lebensmitteln ermöglicht wird. Außerdem ist die Nahrungsaufnahme ein wichtiger Aspekt für die Umwelt und das Klima.

Infolgedessen sollen die kommenden neun Ernährungstipps bei der Umstellung auf eine gesunde und nachhaltige Kost helfen:

  1.  Leitungswasser trinken
    Fülle eine wiederverwendbare Wasserflasche mit Leitungswasser. Es ist günstiger als das abgefüllte Wasser und hilft bei der Verringerung des ökologischen Fußabdrucks.

  2. Reduzierung von Milchprodukten
    Milch und Milchprodukte erzeugen bei der Herstellung enorme Auswirkungen auf die Natur. Allerdings besitzen sie einen hohen Anteil von Proteinen, Kalzium sowie Aminosäuren und verringern somit das Risiko chronischer Erkrankungen wie hoher Blutdruck, Typ-2-Diabetes, Schlaganfall und Darmkrebs. Daher gilt es Mich und Milchprodukte nicht zu meiden, aber im Sinne der Umwelt gemäßigt zu konsumieren.

  3. Mehr Obst und Gemüse essen
    Die meisten Obst- und Gemüsearten haben geringe Auswirkungen auf die Belastung der Umwelt. Lediglich überregionale und nicht saisonale Lebensmittel erfordern Transport- und Aufbewahrungsmaßnahmen zu Lasten der Nachhaltigkeit. 

    Laut Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. sollen Erwachsene etwa 400 Gramm Gemüse und rund 250 Gramm Obst am Tag verzehren.

  4. Regionale und saisonale Produkte verwenden
    Eine nachhaltige Alternative sind regional angebaute Produkte, die zugleich noch Saison haben.
    Übersicht von regionalen und saisonalen Lebensmitteln:

    Obst & Nüsse: Apfel (Aug-Okt), Birne (Jul-Okt), Erdbeere (Mai-Jul), Haselnuss (Sep-Okt), Himbeere (Jul-Sep),
    Kirsche (Jun-Aug), Pflaume (Jun-Sep), Walnuss (Sep-Okt)

    Gemüse: Brokkoli (Jun-Nov), Grünkohl (Okt-Jan), Gurke (Mai-Aug), Kartoffel (Jun-Sep), Paprika (Jun-Okt),
    Spargel (Apr-Jun), Tomate (Jul-Sep)

  5. Wechsel von tierischen zu pflanzlichen Proteinen
    Für die Herstellung von tierischen Proteinen (z.B. Rindfleisch) sind mehr Ressourcen erforderlich als für pflanzliche Proteinen (z.B. Erbsen, Bohnen, Linsen und bestimmte Getreidearten). Außerdem bietet die Umstellung auf eine pflanzlich basierte Ernährung gesundheitlich den Vorteil das Risiko einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu reduzieren. Möglich machen es die Ballaststoffe sowie der geringe Anteil an gesättigten Fettsäuren in den pflanzlichen Proteinen.

  6. Meeresfrüchte von nachhaltigem Ursprung
    Fisch und Meeresfrüchte sind voller Omega-3-Fettsäuren, welche zur Herzgesundheit, Gehirnfunktion und Sehkraft beisteuern. Daher wird empfohlen ein- bis zweimal pro Woche Fisch und Meeresfrüchte zu essen. Geringe Mengen sind nachhaltig sinnvoll, denn ein übertriebener Verzehr führt zur Dezimierung des Fischbestandes in den Meeren. Was wiederum Folgen für das Ökosystem und indirekt auch für den Menschen hat.

    Zusätzlich ist es zu empfehlen beim Kauf von Fisch und Meeresfrüchten auf Nachhaltigkeitslabels von zertifizierten Organisationen zu achten.

  7. Bewusst Vollkorn wählen
    Da nicht raffinierte Getreidearten, wie z.B. Vollkorn, auf Grund weniger Verarbeitungsschritte geringere Ressourcen benötigen als raffinierte Getreidearten, werden diese befürwortet. Zugleich verringern nicht raffinierte Getreidearten die Gefahr der Erkrankung an Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Typ-2-Diabetes.

    Optionen sind Quinoa, Vollkornnudeln, Vollkornbrot und Buchweizen.

  8. Auf Snacks für Zwischendurch verzichten
    Es ist wichtig, nur das zu konsumieren, was der Körper auch benötigt. Auf diese Weise reduziert sich ebenfalls die Gefahr einer Überproduktion von Lebensmitteln. Zudem hilft es gesund zu bleiben und eine extreme Zunahme des eigenen Gewichts zu umgehen.

  9. Überflüssiges Verpackungsmaterial vermeiden
    Lebensmittelverpackungen und weiteres Verpackungsmaterial aus nicht recycelbaren Materialien haben erschreckende Folgen für die Umwelt. Dementsprechend ist es außerordentlich wichtig beim Kauf von Produkten und Lebensmitteln auf biologisch abbaubare Verpackungen zu achten.

Weiterführende Links:

Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) – Wissenswertes über Gemüse und Obst: https://www.bmel.de/DE/themen/ernaehrung/gesunde-ernaehrung/obst-gemuese-wissenswertes.html

EatSmarter! ­– Saisonkalender für das ganze Jahr: https://eatsmarter.de/saisonkalender

Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. – 5 am Tag:
https://www.dge.de/ernaehrungspraxis/vollwertige-ernaehrung/5-am-tag/?L=0

Bild von JerzyGorecki auf Pixabay